Plastik und Mikroplastik im Alltag vermeiden

Wir diskutieren mit unseren Lieferanten dieses Thema und versuchen möglichst das „PLASTIK“ aus unserem Lager „fern zu halten“.

Plastik ist praktisch, macht aber Probleme, wenn es in die Natur gelangt. Vor allem Mikroplastik sorgt für negative Schlagzeilen. Durch kleine Veränderungen im Alltag können wir einen Teil zu weniger Plastik in der Umwelt beitragen.

Plastik ist praktisch, beständig, leicht und in langlebigen Produkten sinnvoll. Problematisch sind Plastik-Wegwerfartikel für den einmaligen Gebrauch und die Zersetzung von Kunststoff in der Natur. Vor allem Kunststoffteilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind, machen Probleme. Dieses sogenannte Mikroplastik ist in Böden, Flüssen und Meeren zu finden. Es stammt zum Beispiel vom Abrieb der Autoreifen, von zerfallenen Plastikflaschen oder aus Peelingkosmetik.

Die winzigen Kunststoffteilchen werden von den Wassertieren wie Nahrung aufgenommen. Das schadet den Tieren und letztendlich auch uns Menschen, denn über Fisch oder Muscheln gelangt Mikroplastik in unser Essen.

Als Mikroplastik werden Plastikteilchen bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Woher stammen diese kleinen Plastikteilchen in unserer Umwelt?

  • Primäres Mikroplastik wird absichtlich in dieser kleinen Größe produziert, z.B. als Strahlmittel oder Peelingkörnchen in Kosmetikprodukten wie Zahnpasta und Peelings. Granulate für die Industrie und für die Weiterverarbeitung zu Plastikprodukten zählen ebenfalls dazu.
  • Sekundäres Mikroplastik entsteht unbeabsichtigt durch Zersetzung von größeren Kunststoffabfällen. Witterung, UV-Strahlung und mechanische Beanspruchung zersetzen größere Kunststoffteile zu sekundärem Mikroplastik. Verpackungen aus Kunststoff und Getränkeflaschen gelangen durch Littering, also achtloses Wegwerfen oder Verlieren in die Umwelt und zersetzen sich. Beim Wäschewaschen lösen sich Kunststoff-Fasern von Textilien. Auch durch Reifenabrieb gelangt Mikroplastik in die Umwelt.

Haben Sie gewusst, dass …

… die Produktion von Kunststoff weltweit zwischen 1950 und 2015 von 1,7 auf 322 Millionen Tonnen angestiegen ist?

Die EU-Plastikstrategie

In Europa entstehen jedes Jahr 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle. Ziel der Plastikstrategie der EU ist es, Kunststoffabfälle zu reduzieren und das Recycling zu forcieren. Ab 2030 sollen alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein. Außerdem soll der Verbrauch an Einwegkunststoffen auf dem EU-Markt reduziert und die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik, Farben oder Reinigungsmitteln beschränkt werden.

Weitere Informationen

Was ich unter unverpackt verstehe:

Unter unverpackt verstehen wir plastikfrei, denn am Ende ist die Art und Menge der Verpackung, die wir konsumieren und wegschmeißen, entscheidend. Das Wort Unverpackt ist häufig irritierend für Kunden, denn wir bekommen die Waren nicht unverpackt, wir verkaufen die Waren nicht unverpackt, sondern aus Spendern oder Konserven, und der Kunde nimmt sie auch nicht unverpackt mit nach Hause – ganz ohne Verpackung geht halt nicht. Unsere Mission ist konkret das Plastik bei uns hinter den Kulissen zu minimieren und dem Kunden die Waren ohne Einwegverpackungen zugänglich zu machen.

Der Verein übernimmt die Dienstleistungsfunktion – er stellt die Software zur Verfügung, organisiert das Lager und wickelt die Zahlungen ab. Der reibungslose Ablauf wird durch ein Bestellteam, Lagerteam und Finanzteam aus den Reihen der Vereinsmitglieder und der Geschäftsführung gewährleistet. Die Mitgliedschaft und so auch die Möglichkeit zu bestellen, ist mit einem kleinen Mitgliedsbeitrag (max. 9 EUR/Monat) verknüpft, von dem man Betriebskosten, etc. bezahlen kann. Die Bestellungen werden aufgeteilt auf die regionalen Lieferanten, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Waren in einem zentralen Lagerraum anliefern, wo sie die KundInnen / Mitglieder dann abholen können.